WG für „Doppeldiagnosen“

Das Betreute Wohnen ist die Verbindung einer selbständigen Lebensführung in einem vom Träger zur Verfügung gestellten Wohnraum mit einer planmäßig organisierten Beratung und persönlichen Betreuung durch Fachkräfte. Diese WG ist als „Ambulant Betreutes Wohnen“ konzipiert und nicht auf eine Rundumversorgung ausgelegt.

info

Interessiert? Dann melde dich bei uns! Mo & Do 9.30 - 11.30 Uhr telefonisch unter 07732 8239586 oder mail uns an: j.aichele-reich@hilfsverein-konstanz.de

Anmeldeunterlagen und Flyer

Zielgruppe

Dieses Angebot richtet sich speziell an erwachsene Menschen mit  einer Suchtproblematik und einer psychischen Erkrankung, für die im besten Fall eine stationäre Maßnahme vorausgegangen ist und die vorübergehend oder für längere Zeit nicht ohne Unterstützung selbständig leben können.

Im Einzelfall können auch Menschen aufgenommen werden, die eine Therapie zwar nicht komplett, aber größtenteils abgeschlossen haben, vorausgesetzt, die Aufarbeitung der Suchtproblematik hat weitgehend stattgefunden.

Des Weiteren ist entscheidend, dass die Betreuten
– von Suchtmitteln frei sind und ohne Suchtmittel leben wollen, sowie Distanz halten möchten zu süchtigen Menschen,
– ohne Gewalt und Kriminalität leben wollen,
– bereit sind, gemeinsam mit uns an der Erreichung ihrer Ziele zu arbeiten.

Konzept

Das Ambulant betreute Wohnen Sucht umfasst Hilfen und Maßnahmen im Rahmen der Betreuung Suchtkranker mit dem Ziel, diese in ein suchtmittelfreies und selbstverantwortetes Leben zu begleiten.

Die soziale, psychische und körperliche Stabilisierung der Probanden bildet hierbei einen wesentlichen Eckpfeiler der Betreuung. Darauf aufbauend wird gezielt die soziale und berufliche Wiedereingliederung der Betreuten gefördert, um hierdurch eine belastbare Perspektive für eine sinnvolle suchtmittelfreie Lebensgestaltung zu schaffen.

Betreutes Wohnen mit dem Schwerpunkt Sucht soll hier stabilisierend und präventiv wirken. Ziel ist die Wiedereingliederung und Sicherung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Ziele des ambulant betreuten Wohnens sind ferner:
– Selbständige Alltagsbewältigung mit dem angestrebten Gefühl subjektiver Lebenszufriedenheit
– Übertragung der in stationärer Therapie erarbeiteten Lebenskompetenzmuster in den Bereich des selbständigen Lebens
– Aufrechterhaltung und Festigung einer zufriedenstellenden Abstinenz von Suchtmitteln
– Sicherstellung des Therapieerfolgs durch enge Begleitung und Beratung
– Bearbeitung der Familien-/Milieuproblematik (Paar- und Familiengespräche)
– Unterstützung bei der Vermittlung in Medizinische Behandlungen von Folgeerkrankungen, z. B. Hepatitis C
– Aufnahme und Erhaltung von Arbeit, Ausbildung oder Studium
– Aufbau eines drogenfreien sozialen Umfeldes
– Entwicklung eines gesunden, befriedigenden Freizeitverhaltens
– Schuldenregulierung, finanzielle Selbständigkeit
– selbständige Haushaltsführung
– Suche einer eigenen Wohnung
– Anschluss an eine Selbsthilfegruppe
– bei Indikation Vermittlung in (anschließende) Psychotherapie

Leistungsangebot

Die Wohngemeinschaft ist ausgelegt für derzeit 11 Plätze und befindet sich in zentraler Lage in Radolfzell.

Die individuellen Ziele sowie praktische Hilfe bei der Neuorganisation der zentralen Lebensbereiche Arbeit, Freizeit und soziale Kontakte sind Thema in den Einzel- und Gruppengesprächen.

Fortschritte werden regelmäßig benannt, auftretende Schwierigkeiten und Blockaden bearbeitet. Hauptgedanke ist jedoch das Prinzip einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft, d.h., dass du in der Gemeinschaft mit anderen Mitbewohnern gegenseitige Unterstützung erfährst.

Die Kosten

Für die Miete und die Nebenkosten kommen die Bewohner selbst auf.

Die Betreuungskosten übernimmt (sofern der Bewohner unter der Vermögensfreigrenze bleibt) der örtliche Sozialhilfeträger im Rahmen der Eingliederungshilfe nach den §§ 53 ff. SGBXII, auf der Grundlage der Richtlinien des Landkreises Konstanz über die Förderung fachlich betreuter Wohnformen für volljährig behinderte Menschen (BWB-RL).

Falls du unmittelbar nach der Therapie die Maßnahme beginnst, beteiligt sich der Kostenträger der Therapie pauschal an der Behandlung.